Interview mit Natascha Metzler vom Brautatelier Herzlichkeit
Wie aus Handwerk ein Wohlfühlmoment wird
Wer das Brautatelier Herzlichkeit in Weinheim betritt, spürt sofort: Hier geht es nicht nur um Mode, sondern um ein Gefühl. Ein sicherer Raum, in dem Bräute sich gesehen, verstanden und gut begleitet fühlen.
Natascha Metzler, Gründerin des Ateliers, begleitet mit viel Einfühlungsvermögen, Erfahrung und einem feinen Gespür für Stil. Ihr Atelier liegt in einem historischen Backsteingebäude auf einem alten Mühlenanwesen; ein Ort, der so liebevoll wirkt wie die Philosophie, die dahintersteht.
Ich habe Natascha dort persönlich getroffen und mit ihr darüber gesprochen, wie der Weg zum Traumkleid entspannt, persönlich und voller Freude gelingen kann.
Von der Damenschneiderin zur Gründerin
Schon als Kind war Natascha Metzler vom Schneiderhandwerk fasziniert. Ihre Großmutter war Damenschneiderin, und früh wurde klar: Das ist mehr als ein Handwerk, es ist eine Leidenschaft.
Diese Begeisterung führte sie zunächst in eine klassische Ausbildung und später zur Gründung ihres eigenen Ateliers. Heute führt sie nicht nur das Brautatelier Herzlichkeit, sondern auch das Brautatelier Curvy – speziell für Plus-Size-Bräute.
„Mir ist wichtig, dass sich jede Frau willkommen und gesehen fühlt, unabhängig von Konfektionsgröße oder Stil“, erzählt Natascha mit einem Lächeln. Genau diese Haltung prägt auch die Atmosphäre in ihrem Atelier: achtsam, ehrlich und voller Wertschätzung.

Der beste Zeitpunkt für den Brautkleidkauf
Ein Brautkleid ist kein Last-Minute-Kauf und genau deshalb empfiehlt Natascha, etwa acht bis zwölf Monate vor dem Hochzeitstermin mit der Suche zu beginnen. So bleibt genügend Zeit für Auswahl, Bestellung und Änderungsarbeiten.
„Die Lieferzeit liegt meist bei sechs Monaten. Die Anpassungen machen wir dann rund drei bis vier Monate vor der Hochzeit, sodass das Kleid etwa sechs Wochen vor dem großen Tag abgeholt werden kann“, erklärt sie.
Und wenn alles ganz spontan gehen muss? Auch dafür gibt es Möglichkeiten. Einige Designer bieten Expresslieferungen an oder die Braut findet ihr Kleid direkt vor Ort im Atelier. In beiden Fällen sorgt Natascha mit ihrem Team dafür, dass auch kurzfristige Wünsche liebevoll umgesetzt werden.
Tipps für die Anprobe
Was sollten Bräute zur Anprobe mitbringen außer Vorfreude?
„Am besten zwei bis drei vertraute Personen. Zu viele Meinungen lenken oft vom eigenen Bauchgefühl ab“, sagt Natascha. Denn am Ende zählt nicht, was der Trend vorgibt oder was jemand anderes schön findet, sondern das, was sich für die Braut richtig anfühlt.
Auch bei Kleidung und Styling gibt es ein paar kleine Empfehlungen: Nude-farbene Unterwäsche ist ideal, weil sie unter allen Kleidern dezent wirkt. Und beim Make-up gilt: lieber weniger, damit die Kleider geschützt bleiben.
Die Frisur? „Darf so sein, wie es sich gut anfühlt“, findet Natascha. Ob offen, geflochten oder ganz natürlich – die Braut soll sich wohlfühlen.
Bei der Anprobe werden meist sechs bis acht Kleider probiert, zunächst nach den Vorstellungen der Braut, später ergänzt durch Nataschas geschulten Blick. „Ich achte darauf, welche Schnitte betonen, was gewünscht ist oder kleine Unsicherheiten liebevoll kaschieren. Das richtige Kleid finden wir gemeinsam.“

Accessoires & Extras mit Persönlichkeit
Die passenden Accessoires vollenden den Brautlook und oft sind es genau diese feinen Details, die eine emotionale Verbindung schaffen.
Im Brautatelier Herzlichkeit finden Bräute nicht nur ihr Kleid, sondern auch eigens entworfenen Schmuck. Liebevoll ausgewählte Materialien, ein zeitloses Design und kleine Besonderheiten machen jedes Stück zu etwas Persönlichem.
Ausgewählt wird meist beim zweiten Termin. Doch manchmal ist es Liebe auf den ersten Blick, dann bleibt das Lieblingsstück natürlich direkt reserviert.
Wer mag, kann den Look zusätzlich mit einem handbestickten Detail ergänzen, zum Beispiel einer Jeansjacke mit Namen oder Datum.






Ein oder zwei Kleider?
Zwei Outfits für einen Tag. Dieser Trend hält sich hartnäckig in den sozialen Medien. In der Praxis sieht das jedoch oft anders aus.
„Die meisten Bräute entscheiden sich für ein Hauptkleid, zum Beispiel für die freie oder kirchliche Trauung“, berichtet Natascha. Ergänzend kommt ein schlichtes Kleid fürs Standesamt dazu.
Ein zweites Kleid für die Party am Abend? Kommt eher selten vor. Viel wichtiger als der Wechsel des Outfits ist für viele Bräute, dass sie sich im Kleid den ganzen Tag lang wohlfühlen, vom ersten Schritt bis zum letzten Tanz.
Wer sucht zuerst: Braut oder Bräutigam?
Diese Frage ist schnell beantwortet: In den allermeisten Fällen beginnt die Braut mit der Suche nach ihrem Kleid. Der Bräutigam schließt sich später an oft ganz entspannt, wenn die großen Entscheidungen schon gefallen sind.
„Ein Anzug ist in der Regel schneller organisiert“, sagt Natascha mit einem Augenzwinkern. „Aber natürlich darf auch der Bräutigam seinen Stil finden und sich dafür Zeit nehmen.“

Mein Fazit
Ein Besuch im Brautatelier Herzlichkeit ist viel mehr als ein Termin zum Kleideranprobieren. Es ist ein liebevoll begleiteter Prozess, in dem jede Braut in ihrem Tempo ankommen darf mit allen Fragen, Wünschen und kleinen Unsicherheiten.
Natascha schafft mit ihrer ruhigen Art einen geschützten Rahmen, in dem echte Entscheidungen entstehen können. Ohne Druck, dafür mit ganz viel Gefühl.
Danke, liebe Natascha, für deine Zeit, deine Offenheit und die Herzlichkeit, die in jedem Detail spürbar ist. Es war mir eine große Freude.
Wer mehr über das Atelier erfahren möchte, findet hier alle Infos: Brautatelier Herzlichkeit.
Das gesamte Interview mit Natascha könnt ihr euch hier als PDF downloaden: Download starten.




