Freie Trauung persönlich gestalten
im Gespräch mit freiem Redner Simon Keller
Eine freie Trauung lebt von Persönlichkeit, Vertrauen und echten Momenten. Doch wie entsteht eine Zeremonie, die sich wirklich nach dem Paar anfühlt?
Im Experteninterview spricht Simon Keller, freier Redner aus dem Rhein-Main-Gebiet, über den Ablauf einer freien Trauung, die Rolle von Ritualen, technische Voraussetzungen und darüber, warum Nähe und echte Gespräche für ihn die Basis jeder Rede sind.
Was ist eine freie Trauung?
Eine freie Trauung ist eine persönliche Hochzeitszeremonie, die unabhängig von Kirche oder Standesamt gestaltet wird. Sie orientiert sich an euch als Paar, an eurer Geschichte und an dem, was euch verbindet. Ablauf, Worte und Rituale entstehen frei ohne feste Vorgaben oder Erwartungen von außen.
Was macht eine freie Trauung persönlich?
Eine freie Trauung wird für Simon Keller vor allem durch das persönliche Kennenlernen des Paares geprägt. Inhalte für seine Rede entstehen nicht an einem festen Punkt, sondern in jeder gemeinsamen Konversation und bei jedem Treffen.
Besonders wichtig ist ihm dabei der persönliche Rahmen. Gespräche führt er möglichst direkt mit dem Paar, gern auch im eigenen Zuhause. Das gibt ihm einen ehrlichen Einblick in die Beziehung, gemeinsame Erfahrungen und das, was die beiden verbindet. Genau daraus entwickelt sich eine Rede, die individuell ist und sich für das Paar stimmig anfühlt, ohne Vorgaben oder feste Erwartungen.

Wann sollten Paare einen freien Redner anfragen?
Für das Jahr 2026 sind bei Simon bereits einige Termine vergeben. Grundsätzlich empfiehlt er, sich etwa neun bis zwölf Monate vor der Trauung zu melden. So ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass der Wunschtermin noch verfügbar ist und genug Zeit für das persönliche Kennenlernen bleibt.
Gerade bei freien Trauungen spielt die zwischenmenschliche Ebene eine große Rolle. Eine frühzeitige Anfrage schafft dafür einen entspannten Rahmen und gibt beiden Seiten Planungssicherheit.

Wie entsteht der Inhalt einer Traurede?
Der Inhalt einer Traurede entsteht für Simon Schritt für Schritt. Alles, was er für seine Rede braucht, ergibt sich aus den gemeinsamen Gesprächen und Begegnungen mit dem Paar.
Dabei legt er großen Wert auf persönliche Termine. Besonders das Traugespräch im Zuhause des Paares gibt ihm einen tiefen Einblick in die Beziehung und in gemeinsame Erlebnisse. Diese Eindrücke fließen direkt in die Rede ein und sorgen dafür, dass sie individuell bleibt und nah an den beiden ist.
So entwickelt sich der Inhalt ganz organisch, aus Vertrauen, Offenheit und echten Gesprächen.
Wie lang ist eine freie Trauung und wie läuft sie ab?
Die Dauer einer freien Trauung ist für Simon immer individuell. Faktoren wie Rituale oder Redebeiträge von Trauzeugen und Familie spielen dabei eine wichtige Rolle.
In der Praxis liegt eine komplette freie Trauung bei ihm – vom Einzug bis zum Auszug – meist zwischen 45 und 60 Minuten. Dieser Rahmen gibt genug Raum für persönliche Worte und besondere Momente, ohne dass sich der Ablauf zu lang anfühlt.

Welche Technik wird bei einer freien Trauung benötigt?
„Eine Trauung mitten im Feld oder oben am Gipfelkreuz ohne Strom können wir jederzeit durchführen.“
Simon passt sich den Gegebenheiten vor Ort an und bringt bei Bedarf eigene Technik mit. Dazu gehören eine kabellose Box und ein kabelloses Mikrofon. So bleibt das Paar frei in der Wahl des Trauortes und muss sich um technische Details kaum kümmern.
First Look oder klassischer Einzug?
„Der intimste Moment ist, wenn sich das Brautpaar ganz alleine gegenübersteht.“
So beschreibt er den First Look, bei dem sich Paare ihr Trauversprechen in einem sehr persönlichen Rahmen geben können.
Gleichzeitig erzählt Simon offen von seiner eigenen Hochzeit. Für ihn war der Einzug seiner Frau der emotionalste Moment des Tages. Die Anwesenheit von Familie und Freunden hat diese Gefühle noch verstärkt und genau diesen Moment möchte er nicht missen. Ob ein First Look dieselbe Intensität erreicht hätte, kann er für sich nur schwer beurteilen.
Beide Varianten haben ihre Berechtigung. Entscheidend ist, welcher Moment sich für das Paar stimmig anfühlt.

Rituale bei der freien Trauung – alles kann, nichts muss
„Welche Hobbys und Leidenschaften verbinden die beiden?“
Für Simon ist genau das der Ausgangspunkt, wenn es um Rituale in der freien Trauung geht. Er betont, dass es dabei kein richtig oder falsch gibt. Rituale dürfen entstehen, müssen aber nicht. Schwierig wird es für ihn erst dann, wenn Paare das Gefühl haben, ein bestimmtes Element einbauen zu müssen, damit die Trauung vollständig wirkt. Eine freie Trauung lebt von Freiheit. Alles darf, nichts muss.
Diese Haltung teile ich von Herzen: Bei einer Hochzeit geht es nicht darum, Erwartungen zu erfüllen oder äußeren Vorstellungen gerecht zu werden. Es geht um euch als Paar. Um das, was sich für euch richtig anfühlt. Alles kann, nichts muss.
Danke, lieber Simon, für deine Zeit, deine Offenheit und dein Vertrauen, die in jeder Antwort spürbar ist. Es war mir eine große Freude, dieses Gespräch mit dir zu führen.
Wer mehr über Simons Arbeit als freier Redner erfahren möchte, findet alle Infos direkt bei ihm.
Das vollständige Interview steht außerdem hier als PDF zum Download bereit.
Wenn ihr euch eine Hochzeit wünscht, die Raum für Persönlichkeit lässt & sich nach euch anfühlt, begleite ich euch gern bei der Planung und Koordination.
Fotocredits: Titelbild: Mario Diener, Bilder der Hochzeit mit Simon als freier Redner: Ghazaleh Jamroziak







